HerzAuf!stand
- barrierearmer Lernraum

Diese Seite enthält Infos zu

  1. Eingang und Infopunkt
  2. Anreise: barrierearm, mit Öffis
  3. Rollstuhlfahrende Menschen – alles zugänglich
  4. Toiletten – genderfrei & barrierearm
  5. Kinderbetreuung & Wickeltisch
  6. Awareness-Team: Herzteam
  7. Ruhe & Lautstärke
  8. Live-Übersetzung: Englisch und Gebärdensprache
  9. Lernraum mit Fehlerfreundlichkeit
  10. Und warum das alles?

Außerdem hat Noah für unsere Referierenden ein Handout mit Tipps zu Barrierearmer Gestaltung von Workshops u. a. erstellt, das wir gern allen Menschen rzu Verfügung stellen:

1. Eingang und Infopunkt

Am Haupteingang werden alle ankommenden Menschen begrüßt, wo sie am Infopunkt auf Wunsch sämtliche Informationen erhalten. Der Haupteingang mit Infopunkt befindet sich am Freitag und Samstag in der Halle, am Sonntag im EG des Nebengebäudes. Wenn Du Dir zum Beispiel eine Übersetzung in eine andere Sprache oder eine Begleitung durch die Räume wünschst, die Dir erzählt, was auf den Plakaten, Schildern und an den Ständen der Ausstellis geschrieben steht, kannst Du am Infopunkt Bescheid geben. Bitte gib auch schon im Anmeldeformular Wünsche und Bedürfnisse an, damit sich das Orga-Team vorbereiten und Dir rückmelden kann, was wir möglich machen können.

Freitag und Samstag gibt es zwei Eingänge: Der Eingang zur Halle führt zu Infopunkt, Bühne, Ausstellis, Mitmachbuffet, Begegnungseck u.a., der Eingang im NG (eine Tür weiter) führt ins 1. OG, wo Du Kinderbetreuung, Workshops, interaktive Räume, Ruheraum, Vorträge, das Herzteam u.a. findest. Es wird vor Ort alles gut ausgeschildert sein und auch Menschen geben, bei denen Du nachfragen kannst. Außerdem erhältst Du bei der Teilnahmebestätigung im Vorfeld eine E-Mail mit Programmheft mit detaillierten Informationen.

2. Anreise

Die Forum Factory befindet sich in der Besselstr. 13-14, 10969 Berlin (Mitte / Kreuzberg).

Barrierearme Anreise

Unter https://fahrinfo.bvg.de/barrierefrei/bin/query.bin/dn?noRestriction=yes können barrierefreie Verbindungen gesucht werden: ‚bedingt barrierefrei‘ oder ‚voll barrierefrei‘ auswählen und Verbindung suchen.

Mit den Öffentlichen

– Bus 248, Jüdisches Museum – Fußweg ca. 200 Meter
– U6, U-Bhf. Kochstraße – Fußweg ca. 250 Meter
– Bus M29, Charlottenstraße – Fußweg ca. 300 Meter

BVG-Fahrplanauskunft

3. Rollstuhlfahrende Menschen

Alle Räume können mit Rollstuhl erreicht werden.

  • Die Halle, wo sich Ausstellis, Mitmachbuffet etc. befindet, hat eine Eingangstür von 94cm Breite mit kleiner Rampe (10 cm Höhe). Vom Vorraum führt eine fünfstufige Treppe hinauf in die Halle sowie eine große Rampe (20% Gefälle), wo beim Hoch- / Runterfahren doppelt gesichert wird.
  • Die Workshop- und interaktiven Räume sind durch eine Eingangstür im NG (Nebengebäude) erreichbar und liegen im ersten Stock. Sie sind über einen Fahrstuhl erreichbar. Es muss immer eine Person des Orga-Teams mitfahren.
  • Sowohl in der Halle (im Vorraum) als auch im OG ist je eine barrierearme Toilette mit: Sitzklo, zwei runterklappbaren Armlehnen und einem Wendekreis von 1,5 x 1,5.

4. Toiletten – genderfrei & barrierearm

  • All unsere Toiletten (sowohl in der Halle als auch im OG) sind entgendert, dh sie sind keinem Geschlecht zugeordnet. Die Schilder an den WCs zeigen ihre Funktion an (zb Sitzklo, Toilette mit Armlehnen oder Wickeltisch). Jedes Klo kann von jedem Menschen genutzt werden, unabhängig davon, mit welchem oder ob sich dieser Mensch mit einem Geschlecht identifiziert. Warum das so ist, kannst du dort vor Ort nachlesen.
  • Sowohl in der Halle als auch im OG ist je eine barrierearme Toilette mit: Sitzklo, zwei runterklappbaren Armlehnen und einem Wendekreis von 1,5 x 1,5.

5. Kinderbetreuung & Wickeltisch

In der barrierearmen Toilette bei der Halle gibt es einen Wickeltisch.
Im 1.OG können Kinder ab 2 Jahren betreut werden (Eingang im NG). Auch jüngere Kinder sind herzlich willkommen, wenn sie einen erwachsenen Menschen für sich mitbringen. Am Samstag 8-18 Uhr und am Sonntag 8-16 Uhr ist immer jemand vom Team vor Ort. Es kann gespielt, gebastelt, Geschichten gelauscht, Musik gemacht werden und vieles mehr. Wer uns bei der Betreuung unterstützen möchte, trägt sich bitte am Infopunkt für eine Schicht ein – wir freuen uns über jede Hilfe! Bringt gerne auch selber Spielzeug & Bücher mitbringen.

6. Awareness-Team: Herzteam

Auf der Messe kannst Du überall Menschen des Herzteams finden, gekennzeichnet durch ein aufgemaltes Herz im Gesicht. Sie hören Dir gern zu und sind für Dich da. Sprich sie an, wenn Dich etwas aufwühlt, wenn Du Diskriminierung oder andere Verletzung(en) erfahren hast oder Du einfach mal ein offenes Ohr brauchst. Sie sind auch immer bei der „Insel der Ruhe“ (1. OG), der „Begegnungsecke“ (Halle) und dem „Ort des offenen Ohres“ (1. OG) zu finden.

7. Ruhe & Lautstärke

Ist die Halle menschenvoll, kann sie schon mal wie ein Bienenstock klingen. Im 1. OG (Eingang NG) gibt es die „Insel der Ruhe“, einen Raum, in dem nicht gesprochen wird, sowie den „Ort des offenen Ohres“, einen Raum, wo Du Menschen zuhören und auch selbst gehört werden kannst mit allen Anliegen, die Dich bewegen.
Beim Abendprogramm mit Musik achten wir auf eine Lautstärke, bei der sich auch hochsensible Ohren wohlfühlen.

8. Live-Übersetzung: Englisch und Gebärdensprache

Die Beiträge (Workshops, Vorträge, Morgen-, Abendprogramm u.a.) finden alle in deutscher Sprache statt. Am Eingang kannst Du Dir beim Infopunkt einen Überblick darüber verschaffen, in welche Sprachen die Beiträge auf Wunsch übersetzt werden können (voraussichtl. Englisch und Gebärdensprache). Wenn Du eine Live-Übersetzung wünschst oder geben kannst, gib bitte dem Übersetzungsteam am Infopunkt Bescheid – wir freuen uns über Vielfalt!
Wir haben versucht, möglichst viel der Webseite auch in Englisch zu übersetzen. Wo unsere Kapazität begrenzt war, haben wir uns darin geübt, diese Grenzen zu respektieren.

9. Lernraum mit Fehlerfreundlichkeit

Die Utopie mag frei von Barrieren und Diskriminierung sein, die Realität sieht oft anders aus. Deshalb:

Wir laden uns alle, die bei der HerzAuf!stand zusammenkommen, ein:
Lasst uns uns selbst und anderen erlauben, …
… Du selbst zu sein und Dich damit zu zeigen – wir sind alle liebenswert und verletzlich.
… Fehler zu machen und dafür Verantwortung zu übernehmen – wir sind alle Lernende, lasst uns dafür einstehen.
… die Offenheit, andere Sichtweisen zu haben und kennenzulernen – lasst uns mit der Veränderung bei uns selbst beginnen.
… liebevoll-kritisch zu hinterfragen – lasst uns uns gegenseitig dabei unterstützen, zu wachsen und uns weiterzuentwickeln.
… Mitgefühl und Verständnis für uns und andere zu zeigen – für eine Kultur des „sowohl als auch“.
… einander auch mal nicht verstehen zu können und ein verschlossenes Herz zu haben (zB wegen eines alten Selbstschutz-Musters) – Wenn wir eine (Seins-) Qualität ganz(heitlich) begreifen wollen, dürfen wir auch ihr Gegenteil erfahren: Kälte-Wärme, Leben-Tod, Verbindung-Trennung.
… Verantwortung für das eigene Erleben und Handeln zu übernehmen.

Danke, dass wir das gemeinsam möglich machen!

10. Und warum das alles?

Im Orga-Prozess haben wir uns (jede*r auf ihre Weise und unterschiedlich intensiv) auch damit auseinandergesetzt, was (strukturelle) Diskriminierung und Benachteiligung bedeutet, und wie wir Menschen mit verschiedensten Bedürfnissen, Grenzen und Lebensrealitäten ermöglichen können, teilzunehmen: Was brauchen Menschen im Rollstuhl? Was Menschen mit mehr Ruhe- und Rückzugsbedürfnissen? Wie können wir genderfreie, trans*freundliche Räume kreieren? Wie kann die Webseite für blinde Menschen alle Infos offenbaren, auch Bilder? Wie können wir alle miteinander für Kinderbetreuung Verantwortung übernehmen? …?
 
Huiui, was für Herausforderungen! Wir haben uns ihnen gestellt und einiges möglich machen können. Wenn es nach unserem Idealismus ginge, hätten wir noch viel mehr beachtet und umgesetzt. Doch Zeit, Kapazität u.a. haben uns immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht, und wir uns dann darin geübt, unsere Grenzen zu respektieren. Dabei ist uns auch klar geworden, das wir nicht den „perfekten, trauma- und triggerfreien“ Raum gestalten können, weil wir alle ein Leben lang Lernende sind. Drum:

Lasst uns miteinander fehlerfreundlich & barrierearm lernen!

Begleitende Motive der HerzAuf!stand-Messe

tauschlogikfrei

vegan

solidarisch

ökologisch

drogenfrei

HerzAuf!stand